|
|
Schlösser und Paläste in Rumänien
Die Adligen Rumäniens haben die Kunst und das Errichten von weltlichen oder religiösen Denkmäler unterstützt. Es gibt im ganzen Land mittelalterliche Schlösser und Paläste.
Bran (dt. Törzburg, ung. Törcsvar) ist eine Ortschaft in Siebenbürgen, Rumänien und liegt im Bezirk Braşov. 50 km von Sinaia entfernt. ist das berühmteste aller rumänischen Schlösser und wurde im 13, jahrhundert gebaut. Durch seine Lage zwischen zwei rumänischen Fürstentümern (Walachei und Siebenbürgen) spielte das Schloss eine große strategische Rolle. Nach 1918wurde es von der Kronstädter Stadtverwaltung der Königin Maria geschenkt, die es in einer romantischen
Residenz umwandeln ließ. Das Schloss Bran wird Touristen oft als Draculaschloss präsentiert. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass Vlad III. Drăculea es nie betreten hat. Anderen Quellen zufolge hat er dort eine einzige Nacht in Gefangenschaft verbracht, als es noch der Stadt Kronstadt gehörte. Öffnungszeiten: täglich zwischen 9 und 17 Uhr außer Montags.
Ein anderes berühmtes Schloss in Rumänien ist das Schloss Burg Corvinestilor - Castelul de Hunedoara, Burg Eisenmarkt (deutsch), Burg Vajdahunyad (ungarisch), der Familie Corvin Die Burg hat ihren Namen von ihren ehemaligen Besitzern. Sie wurde um das Jahr 1452 im gotischen Stil von Johann Hunyadi auf einem Kalkfelsen auf den Resten einer Festung aus dem 12. Jahrhundert errichtet. Die übrigen Teile wurden unter Matthias Corvinus und den Fürsten Bethlen erbaut.
1409 schenkte König Sigismund das Gebiet Hunedoara Voicu Corvin. Sein Sohn Iancu
Corvin baute die Festung zwischen den Jahren 1440 - 1453 wieder auf. Das Schloss
mit seinen Sälen, den alten Waffen und das ethnographische Museum sieht
beeindruckend aus. Nach zwei Bränden schlug 1854 der Blitz in die Burg ein, sie brannte daraufhin ein drittes Mal ab. Lage Hunedoara 20 km von Deva entfernt. Öffnungszeiten täglich zwischen 9 und 17
Uhr, montags ist das Schloss geschlossen.
Kirchburgen in Transsylvanien / Siebenbürgen
Im zwölften Jahrhundert wurden in der Mitte und dem Süden Transsylvaniens zahlreiche Gruppen Deutscher Einwanderer angesiedelt, um die Grenzen des ungarischen Königreiches zu festigen. Diese verwalteten sich bewundernswert und gründeten befestigte Dörfer, bauten Kirchenburgen und Burg-Städte. Um 1600, gab es in Transsylvanien mehr als 300 befestigte Burgen, von welche sich etwa die Hälfte auch heutzutage gut erhalten sind. Diese Mischung kirchlich- religiöse Bauten glänzende gotische Bauwerke, stellen eine privilegierte Insel dar, einzigartig in diesem Teil Europas. Von den etwa 150 Bauwerken welche bis heute überlebt haben, wurde auf die UNESCO Liste des Weltkulturerbes übernommen.
Die Burg ist eines der interessantesten Bauwerke aus dem siebten jahrhundert, und nimmt eine besondere Stelle in der Reihe der von Siebenbürger Sachsen gebauten Festungen ein. Ursprünglich als Adelsitz, in der Mitte des achten Jahrhunderts von dem Grafen Chyl von Kelling gebaut, bestand die Burg aus einem massiven, rechteckigem bewohnter Turm, welcher von einem ovalen Bering umgeben war. Dazu kamen ein Südturm und ein Torturm an der Nordseite. Das Verteidigungssystem wurde durch den Wassergraben ergänzt welcher die Burg umgab. Wohnsitz der Adligen bis 1430 wurde die Burg von den letzten Familiennachkommen an die sächsische Bauerngemeinde aus Kelling verkauft, welche in der ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts mit dem Bau einer zweiten Mauer begann und den Torturm mit einer Torwehre versahen. Im Hof wurde auf den Mauerresten eines älteren Gebäudes die Kapelle errichtet. In der Kapelle gibt es Überreste der Fresken vom Anfang des sechzehnten Jahrhunderts, und auf der Westseite eine Holzbühne welche mit Holztafeln verziert ist, auf welcher volkstümliche Blumenmuster im Renaissance Stil von 1733 gemalt sind.
Die Kirche aus Tartlau ist ein gotischer Zentralbau, dessen Errichtung von den Deutschordensrittern veranlasst worden zu sein schein. Während deren kurzem Aufenthalt im Burzenland, Die Anlage wurde später von der sächsischen Dorfgemeinde fertig gestellt. In gotischem zisterzienser Stil gebaut, beherbergt diese einen mehreckigen Altar von hohem künstlerischem Wert, der älteste überhaupt in Siebenbürgen. Die Kirche wird von dem Bering der Bauernburg umgeben. Mit Wehrgängen, Schießscharten und dem Innenhof zu, mit Wohnungen auf drei Stockwerken versehen, um während einer Belagerung die ganze Gemeinde beherbergen zu können. In friedlichen Zeiten dienten die Räume als Lebensmittelspeicher für jede Familie. Der Zugang in den Vorhof erfolgt erst über eine Hängebrücke, wobei der Durchgang noch zusätzlich mit einem Fallgitter versehen wurde.
Geister
Geister und Gespenstersollen hauptsächlich Burgen und Schlösser in Schottland, England und Transsilvanien- Rumänien bewohnen. Es geschieht jedoch auch dann und wann, dass Geister in anderen Landstrichen der Welt "leben", natürlich ebenfalls an würdigen, ihren überirdischen Neigungen entsprechenden Orten. Geiser sollte man weniger fürchten als Lebende, aber sich durch ihre Gegenwart anregen lassen. Das beeinflusst das Wohlbefinden eines jeden gesunden Rationalisten. In hellen Sommernächten sollte man sich auf einen Schlossberg begeben. Vielleicht kann man mit etwas Glück den Schatten des Hofnarren sehen. Äußerst interessant können Begegnungen mit Gespenster in einer Burg in den Karpaten sein. Es sind Geister der Opfer, die bei den Plünderungen der Schätze ermordet worden sind. In den Schlösser erscheint manchmal besonders in den Zimmern der Touristen Gestalten in weißen Gewändern. Außergewöhnlich bösartige Alpträume überfallen und würgen jeden, der sich traut, in einem Spukschloss einzuschlummern. In Geisterschlösser treiben nachts außergewöhnliche Gespenster ihr Unwesen. Wie man sieht, kann man über die Dämonologie ganze Bücher schreiben. Das wollen wir den „Spezialisten“, die sich zum Ruhm und zum Nutzen der Touristen mit Gespensterkunde befassen überlassen. Wer´s glaubt, wird selig :-)
Gut zu wissen: Timisoara, Temeschwar, Temeschburg ist Kreishauptstadt des Kreises Timis mit etwa 312000 Einwohnern. Die Stadt liegt in einer Höhe von 90 M / über dem Meeresspiegel in der Banater Tiefebene am Ufer des Flusses Bega. Die Stadt wurde im Jahre 1212 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Im 14. Jahrhundert ist Timisoara die wichtigste Stadt im Banat. Nach der türkischen Besatzung folgte die habsburgische Herrschaft um 1718, die zwei Jahrhunderte andauerte. In dieser Zeit erfolge die Einwanderung deutscher Siedler in die Banater Tiefebene. Bereits im 14. Jahrhundert ist die Hauptstadt des Banat die wichtigste Stadt der Region. Timisoara die Stadt an der Bega, als ein Schmelztiegel der Nationalitäten auch Klein Wien genannt, war schon immer eine dem Fortschritt aus dem Westen zugewandte Stadt. In jüngerer Zeit ist die rumänische Stadt vor allem durch den Beginn der Revolution von 1989 im Ausland bekannt geworden.
|
|