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Historisches Kalenderblatt
Historische Chronologie Moldawien, Chisinau
Ein Aufenthalt oder ein noch so kurzer Ausflug in Moldawien oder Rumänien bietet jedem Reisenden nicht nur die Möglichkeit einer unvermittelten Kontaktaufnahme mit den Schönheiten und Wirklichkeiten
der beiden Länder, mit der traditionsreichen Gastfreundschaft seiner Bewohner aber auch einen bezeichnenden Streifzug durch die Geschichte
und Kultur des rumänischen Volkes, seiner bewegten Geschichte, seinen
Schlösser, seiner ständigen
Kontakte mit anderen Kulturen, seiner künstlerischen Feinfühligkeit können unter
verschiedenen Ausdrucksformen in beiden Länder angetroffen werden.
14. Dezember 1910 führt Henri Coandă der Erfinder des Düsenflugzeugs, zum ersten Mal einen Flug durch mit dem von ihm gebauten Flugzeug. Im Jahres 1934 wurde von ihm der "Coandă Effekt" entdeckt.
1916 - Das Deutsche und das Osmanische Reich erklären Rumänien den Krieg. Damit beginnt der Feldzug der Mittelmächte gegen Rumänien.
1922 - Wurde der Triumphbogen in Bukarest errichtet, anlässlich der Vereinigung aller Rumäner, infolge des Sieges der rumänischen Armee im Krieg von 1916 bis 1919.
Im Jahre 1928 beginnt der Bukarester Rundfunk seine regelmäßige Sendungen.
Im Jahre 1929 werden die Pferdestraßenbahnen
abgeschafft, das elektrische Straßenbahnnetz ausgedehnt und Autobuslinien eingeführt.
Sorgvoll bewahrt, findet man die bewegte Geschichte von Moldova und Rumänien auch in den vielen Museen verschiedenster Profile, nach modernen wissenschaftlichen Kriterien organisiert. Doch findet der Tourist sie auch in den von den Zeiten geschwärzten Mauern alten Burgen oder Fürstenschlösser, in den Außenwandmalereien der
Jahrhundertenalten Klöster sowie in allen Geschichts- Bau- und Kunstdenkmälern, die den wertvollen Kulturschatz Moldawiens und Rumäniens bilden. Auf dem Boden der Länder befinden sich behütete und bewahrte Spuren antiker
griechischer, dakischer und römischer Festungen. Es sind laiische oder religiöse
Bauten, die den Stempel der verschiedensten Architekturstile tragen, von dem
byzantinischen schöpferisch übernommen und verarbeitet zu einem original
rumänischen Stil bis zu den westliche romanisch, gotisch, der Renaissance, des
Barocks, Bauernburgen, Stein oder Holzbauten und andere typisch mittelalterliche
Ensembles, Kunstwerke und solche der Volkskunst von hohem künstlerischem
Raffinament.
Alba Iulia – Die Hauptstadt der Vereinigung
Alba Iulia nennt man auch eine historische Schatzkammer der Rumäner. Die Stadt der Vereinigung kann stolz auf über ein 2000 jähriges Bestehen zurückblicken. Aber nicht nur wegen dakischer und altrömischer Patina, nicht nur wegen glorreicher Vergangenheit als Hauptstadt der rumänischen Vereinigung ist Alba Iulia sehenswert. Haben wir es doch mit einer Stadt im Aufbruch zu tun. Die Stadt wurde 1968 durch eine neue Gebietseinteilung wieder Kreishauptstadt und hat eine betonte wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung ihr Aussehen geprägt. Kurzum, Alba Iulia und seine Umgebung sind eine Reise wert. Die Stadt ist ein wenig Altstadt, sehr viel Neustadt und dazwischen die Festung. Die Neustadt umfasst Hunderte Wohnblocks auf dem Römerplateau im Westen der unter der österreichischen Herrschaft in den Jahren 1714 bis 1738 erbauten Festung und im Nordosten der Stadt dann das Neubauviertel Ampoi. Freundliche, grosszügig angelegte Boulevards kennzeichnen die Neustadt. Für die Festung braucht man Zeit. Ein paar Stunden zumindest. Wird man von der Atmosphäre ihrer Plätze, Gassen und Gässchen eingefangen, so ist auch das Interesse an der Besichtigung der Gebäude. Vier Tore sind das von Süden her, bis man drinnen ist. Ein paar Vitrinen im sehr grossen und symbolisch geschmückten Marmorsaal zeigen markante Dokumente über das historische Eregnis vom 1. Dezember 1918, die Vereinigung Siebenbürgens mit Rumänien. Gegenüber befindet sich das ebenfalls imposante Gebäude des Museums der Vereinigung und dazwischen seitlich das Reiterstandbild des Fürsten Mihai Viteazul, der im Jahr 1601 mit seinem siegreichen Einzug in Alba Iulia die erste, wenn auch nur kurzfristige Vereinigung der drei rumänischen Provinzen vollzogen hat. Zwar ist die guterhaltene Bastion nur rund 250 Jahre alt, aber auf Schritt und Tritt wird man an ältere Zeiten und an die alte Burg, die vorher dort stand, erinnert. Schon in römischer und vorrömischer Zeit gab es hier einen ständigen Siedlungskern auf dem günstig gelegen Hügel am Mieresch. Da fand man früh schon Salz und Metallerze. Die ältesten archäologischen Fundstücke stammen aus der Jungzeit und sind 7000 Jahre alt. Aber bei Piatra Craivii, in der Nähe der heutigen Stadt, wurden eine Menge Gegenstände ausgegraben, die von der stabilen Existenz des Dakerstammes der Apuler zeugen. Auch eine Mauer ausbehauenen Steinen in dakischer Bauweise konnte geborgen und im Museum rekonstruiert werden, eine museographische Premiere. Aus dem dakischen Apoulon, das von Ptolemäus erwähnt wird und dessen 2030 jähriges Bestehen 2005 gefeiert wurde, ist das heutige Alba Iulia hervorgegangen. Die XIII römische Legion Gemina hatte sich nach der Eroberung Daziens ( Dacia ) in der Ortschaft niedergelassen, die hinfort Apulum Trajani hiess, jedoch eigentlich aus zwei Städten bestand. Einmal dem zivilenhandelstüchtigen Municipium bzw. der Colonia Aurelia Apulensis und zweitens aus dem militärischen Municipium Septimium Apulensis, aus dem später eine ranghöhere Colonia Nova Apulensis wurde. Wer sich diesem Museum und dessen Inventar widmen will, der kann sich dabei eingehend mit der rumänischen Geschichte auseinandersetzen. Alba Iulia, das im Laufe der Jahrhunderte auch Weissenburg und in slawischer Entsprechung Balgrad, später in österreichischer Zeit auch Karlsburg hiess und nach den für Ungarn katastrophalen Schlachten bei Mohacs und Buda im Jahr 1546 Hauptstadt des selbständigen Grossfürstentums Siebenbürgen wurde, danach häufig Sitz der siebenbürgischen Landtage war, hat viele besondere historische Momente aufzuweisen. Hier wurden die Helden des Bauernaufstandes von 1784 unter Horea, Closca und Crisan im Februar 1785 hingerichtet. Ei rieseiger Obelisk vor der Festung steht zu ihrem Gedenken. Hier hat 1849 der kluge Motzenführer Avram Inacu, für sein unterdrücktes Volk gekämpft. Am akademischen Collegium das 1622 in den Rang einer Universität erhoben wurde, hat auch einer der bedeutenden deutschen Sprachgelehrten und Dichter Martin Opitz gewirkt, zusammen mit anderen Humanisten, Professoren aus mehreren Ländern Europas, die hier ein halbes Jahrhundert lang tätig waren. Und zu guter letzt haben am 1. Dezember 1918 die 1228 Delegierten ihren einstimmigen Beschluss zur Vereinigung Transsilvaniens mit Rumänien den über 100 000 auf dem Horea Feld versammelten Menschen, einer der größten und repräsentativsten rumänischen Nationalversammlungen, die es je gegeben hat, verkündet. In Verbindung mit dem Stadtleben und dem Handwerk zu gewissen Zeiten wird auf die Zusammenarbeit der bodenständigen Rumänen mit den Sachsen und Seklern hingewiesen. Sehenswert in der Festung sind die orthodoxe Vereinigungskirche und die römisch-katholische Kathedrale als Baudenkmäler von hohem Rang sowie die einzigartige Dokumentarbibliothek.
Gut zu wissen: Für welche Zielgruppe ist Rumänien als Urlaubsziel besonders interessant? Immer mehr junge Urlauber entdecken Rumänien und seine vielfältige Outdoor-Möglichkeiten wie Mountenbiking. River Rafting, Vogelbeobachtung oder Trekking sowie die günstigen Preise. Die Schwarzmeerküste ist schon seit den 70er Jahren ein attraktives Ziel für Familien. Und die ältere Generation schätzt das breite Spektrum von Kultur, Natur und Gesundheitstourismus. Kurzum, Rumänien und die Republik Moldawien zieht immer mehr deutsche Urlauber an und erschließt neue Zielgruppen.
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